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Carpe diem

"Jeder neue Morgen ist ein neuer Anfang unsers Lebens. Jeder Tag ist ein abgeschlossenes Ganzes."

Dietrich Bonhoeffer

30 Jahre Mauerfall! Danke, Gott!

Di. 3. Oktober 2019, 10.00 Uhr

„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“

Gottesdienst am 3. Oktober um 10.00 Uhr in der Johanneskirche

30 Jahre nach dem Fall der Mauer – auch Gießen wird daran denken. Die Predigt zu diesem Tag in der evangelischen Johannesgemeinde hält ein Pfarrer aus der ehemaligen DDR: Rainer Hoffmann aus Eisenberg/Thüringen. Zusammen mit seinem Amtsvorgänger Klaus Habicht wird er auch von persönlichen Erfahrungen als Christ in der damaligen DDR und während der friedlichen Revolution berichten.

Rainer Hoffmann hat einen ungewöhnlichen Lebensweg: Geboren 1968 in der Nähe von Berlin, wuchs er in einer christlichen Gärtnersfamilie auf. Aus Glaubensgründen blieb er in der damaligen DDR, obwohl die Hälfte seiner Familie in der Bundesrepublik wohnte.
Rainer Hoffmann studierte in Berlin und Naumburg Theologie. In Naumburg erlebte er die Tage der friedlichen Revolution. Ausgerechnet in dem Jahr feierte seine Ausbildungsstätte 40-jähriges Jubiläum. Während sie feierten, wurden die bewaffneten „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ des Kreises in Alarmbereitschaft versetzt! Denn die Angst war groß, dass das Katechetische Oberseminar in Naumburg mit etwa 50 bis 60 Studenten in Naumburg für die Freiheit demonstrieren würde …

Nach Stationen als Gemeindepfarrer im Kirchenkreis Naumburg/Zeitz und Wolmirstedt (beide in Sachsen-Anhalt) ging er nach Gräfentonna (Thüringen). Seit 2018 ist er Pfarrer in der Pfarrstelle Eisenberg-Crossen (Thüringen/Evang. Kirche in Mitteldeutschland) und wohnt mit seiner Familie im malerischen Fremdenverkehrsgebiet des Thüringer Waldes, etwa in der Mitte zwischen Jena und Gera.

Rainer Hoffmann sagt: „Das Wort ‚mit meinem Gott kann ich über Mauern springenʻ (Psalm 18,30) hat mich in meiner Jugend begleitet. Das Wunder, dass es keine ‚Mauerʻ mehr gibt und Deutschland friedlich vereint ist, hat mich geprägt.“

Sein Vorgängerin der Gemeinde, Pfarrer i.R. Klaus Habicht, war während der Wende Pfarrer in Eisenberg. Er hat dort Friedensgebete geleitet und damit der friedlichen Revolution in der Stadt den Weg bereitet.